Wolfgang Raufelder
Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg
19.12.2011

S-Bahn-Ausbau vorerst passé

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion und der Kreisverband Mannheim zeigen sich empört darüber, dass nun auch der Bau der Zweiten Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird und sehen die befürchteten Kannibalisierungseffekte des Projekts Stuttgart 21 voll bestätigt.

Stadtrat Wolfgang Raufelder (MdL) und verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion: „Jetzt wird innerhalb kürzester Zeit das zweite wichtige Bahnprojekt für die Region auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Die Zweite Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar wird nicht wie geplant gebaut werden. Die Deutsche Bahn hält weder die baurechtliche noch die finanzielle Planung im vorgesehenen zeitlichen Rahmen ein. Darunter leidet nicht zuletzt die Bevölkerung. Auf die bessere Verbindung in den Norden, auf neue Haltestellen beispielsweise in Schwetzingen-Nord, Qualitätsverbesserungen der Verbindungen und auf den barrierefreien Ausbau werden wir jetzt unnötige Jahre länger warten müssen.“

Eva Lübke, Vorstandssprecherin des GRÜNEN Kreisverbands ergänzt: „Wir sind empört: Innerhalb von nur drei Wochen nach der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 wurden die zentralen Bahnprojekte für die Metropolregion vorübergehend auf das Abstellgleis geschoben. Es ist zynisch, in welcher Geschwindigkeit unsere Befürchtungen voll bestätigt werden. Wir erwarten vom Projektpartner Deutsche Bahn, dass er die Zusagen von vor der Volksabstimmung einhält und die Zweite S-Bahn-Ausbaustufe baut. Auch der Ausbau des Knotenpunkts Mannheimer Hauptbahnhof und die ICE-Neubaustrecke müssen angegangen werden. Sonst stimmt es leider: Stuttgart 21 kannibalisiert Projekte im ganzen Land.“

Druckversion