Wolfgang Raufelder
Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg
18.7.2011


Block 9 ist Brücke ins Nichts 


Die GRÜNEN im Gemeinderat der Stadt Mannheim unterstützen den BUND mit seiner Klage gegen Block 9 und fürchten finanzielle Risiken auch für die Stadt Mannheim und ihre Beteiligungen.


Stadtrat Gerhard Fontagnier, für Bündnis 90/DIE GRÜNEN Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Technik: „Wir unterstützen den BUND mit seiner Klage gegen Block 9 vor dem Verwaltungsgerichtshof. Block 9 nutzt Teile der Gesamtanlage des Großkraftwerks Mannheim (GKM). Den neuen Block isoliert zu betrachten haben wir bereits im Einwenderverfahren für einen schlechten Witz gehalten.


Unabhängig davon können wir uns Kohleblock gerade angesichts der Energiewende weder in finanzieller noch in umwelt-, klima- oder energiepolitischer Sicht leisten. Ineffiziente und klimaschädliche Energieerzeugung aus Kohle ist der falsche Weg. Fossile Brennstoffe sind ein Auslaufmodell. Schnell zuschaltbare Gaskraftwerke sind die einzig akzeptable Übergangslösung. Block 9 konterkariert mit seinem Ausstoß sämtliche Klimaschutzziele in Stadt, Land und Bund. Er würde mehr Kohlendioxid ausstoßen als der ganze Rest Mannheims.“


Stadtrat Wolfgang Raufelder (MdL), energiepolitischer Sprecher der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion ergänzt: „Die Investitionen in Milliardenhöhe wären bei Erneuerbaren Energien deutlich sinnvoller angelegt als in der Kohle. GRÜNE und SPD haben im Koalitionsvertrag auf Landesebene gerade die Förderung der Erneuerbaren Energien vereinbart. Kohleenergie als Brückentechnologie zu bezeichnen geht am Kern vorbei: Das jetzt ausgegebene Geld verstopft den Ausbau der Erneuerbaren Energien für viele Jahrzehnte. Denn so lange wird Block 9 laufen. Es ist schön, dass der BUND unsere Sicht teilt und klagt.
Zudem sind die finanziellen Risiken bei der Kohleenergie erheblich: während Sonne und Wind kostenlos und unbegrenzt zu haben sind, wird die Kohle knapper und wohl auch teurer werden. Eine unwirtschaftliche Energieanlage wird sich aufgrund der Beteiligungen auf Umwegen auch auf den städtischen Haushalt auswirken.“ 

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