Wolfgang Raufelder
Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg
9.08.2011

Stuttgart 21: Negative Auswirkungen auf die Metropolregion Rhein- Neckar

Mit Blick auf die Ergebnisse des Stresstestes zu Stuttgart 21 warnen die Grünen Landtagsabgeordneten der Metropolregion Rhein-Neckar vor den negativen Auswirkungen, die Stuttgart 21 auf den Ausbau des ÖPNV  in  anderen Regionen Baden-Württembergs haben könnte. Gerade für die Rhein-Neckar-Region befürchten die grünen Abgeordneten  massive Kürzungen und Einsparungen im Bereich der Verkehrsplanung, wenn  Stuttgart 21 gebaut werden sollte.

Die GRÜNEN sehen im Bahnprojekt Stuttgart 21 die Gefahr, dass andere Projekte aus Kostengründen zurückgestellt werden müssen. In der Metropolregion Rhein-Neckar wäre dadurch die neue Schnellbahntrasse Mannheim-Frankfurt von der Streichung bedroht. Auch der Ausbau des Mannheimer Hauptbahnhofs, wie beispielsweise die Modernisierung des Schienenfeldes sowie der Bau neuer Bahngleise, würde durch das Milliardenprojekt Stuttgart 21 gefährdet.  Außerdem  könnten auch die Verbesserungen  für den Güterverkehr in Mannheim-Friedrichsfeld und  die Kapazitätserhöhung der Strecke Mannheim-Heidelberg vor dem Aus stehen.

Die Umsetzung der zweiten Ausbaustufe der S-Bahn-Rhein-Neckar würde durch Stuttgart 21 unwahrscheinlicher, da kein Geld mehr für die erforderlichen Maßnahmen zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs vorhanden sei, so die GRÜNEN. Die zweite Ausbaustufe der S-Bahn-Rhein-Neckar sehen die grünen Abgeordneten  für die Metropolregion jedoch als vordringlich, um  eine verbesserte S-Bahn-Verbindung zwischen Heidelberg und Bruchsal, den Ausbau der Verbindung Heidelberg-Mannheim, den Ausbau der S-Bahn nach Hessen sowie den längst überfälligen barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe zwischen Mannheim und Graben-Neudorf, einschließlich der Einrichtung zweier neuer Haltepunkte in Schwetzingen-Nord und Hirschacker, zu ermöglichen.

Auch den Ausbau und die notwendigen Verbesserungen für den  Schienengüterverkehr sehen die Landtagsabgeordneten der Metropolregion  durch die Konzentration der Haushaltsmittel auf das Milliardenprojekt Stuttgart 21 bedroht. Dabei habe aber gerade die Verlagerung des Gütertransportes von der Straße auf die Schiene zwischen Frankfurt /Mainz und Mannheim / Ludwigshafen oberste Priorität, um Umwelt- und Klimaschutzziele zu erreichen.

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