16.01.2012
Gemeinschaftsschule steht in den Startlöchern
Ab dem kommenden Schuljahr startet die Gemeinschaftsschule landesweit mit 34 Starterschulen. Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer gab die Starterschulen diese Woche bekannt. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule wird ein zentraler Punkt grüner Bildungspolitik realisiert. Als leistungsstarke und sozial gerechte Schule soll die Gemeinschaftsschule allen Kindern länger gemeinsames Lernen ermöglichen.
Mit der Gemeinschaftsschule werden Herkunft und Bildung voneinander entkoppelt, so dass jedes Kind in Baden-Württemberg gemäß seinen Talenten und Begabungen Bildungschancen wahrnehmen kann. Damit gehören Sortierwahn und soziale Ungerechtigkeiten im Bildungssystem der Vergangenheit an. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Förderung und hohe Durchlässigkeit.
In der Gemeinschaftsschule lernen Kinder und Jugendliche bis zur 10. Klasse gemeinsam. Dabei werden die Bildungsstandard der Haupt- und Realschule sowie des Gymnasiums angeboten. Als inklusive Schule sollen die Bildungsangebote so gestaltet werden, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen und in ihren Begabungen gefördert werden können. Eine aktive Erziehungspartnerschaft mit den Eltern ist ebenfalls Teil der neuen Lern- und Lehrkultur. Die Starterschulen arbeiten bereits seit längerem erfolgreich mit individuellen Lernmethoden. Mit dem Start der Gemeinschaftsschule findet dieses Engagement nun auch von Seiten der Politik Anerkennung.